PFAS im Schweizer Trinkwasser: Was Sie über die «Ewigkeitschemikalien» wissen müssen
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen – besser bekannt als PFAS – dominieren zunehmend die Medien und Umweltdebatten in der Schweiz. Doch was verbirgt sich hinter diesen sogenannten «Ewigkeitschemikalien», wie gefährdet ist unser Schweizer Hahnenwasser wirklich, und was können Sie im eigenen Haushalt tun?
Untersuchung zur Verbreitung von PFAS in der Schweiz. Quelle: ZHAW
Was sind PFAS und warum sind sie problematisch?
PFAS sind eine Gruppe von mehreren tausend synthetisch hergestellten Chemikalien. Dank ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften wurden sie jahrzehntelang in unzähligen Alltagsprodukten eingesetzt:
Outdoor-Bekleidung und Imprägniersprays
Teflonpfannen und Beschichtungen
Feuerlöschschäume und Industrieanwendungen
Das grosse Problem: Die Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen gehören zu den stärksten in der organischen Chemie. PFAS bauen sich in der Natur praktisch nicht ab und reichern sich in Gewässern, Böden, Tieren und Menschen an.
Die Situation in der Schweiz: Ist unser Wasser belastet?
Die Schweiz gilt traditionell als das «Wasserschloss Europas» mit hervorragender Quell- und Grundwasserqualität. Dennoch zeigen Untersuchungen von Bundesämtern und kantonalen Laboratorien, dass auch vor den Schweizer Grundwasservorkommen die PFAS-Belastung nicht Halt macht.
Hauptverursacher im Grundwasser sind oft historische Altlasten, wie z. B. der Einsatz von fluorhaltigen Löschschäumen auf Brandübungsplätzen, Flugplätzen oder Industriearealen. Auch wenn die Grenzwerte in den meisten Regionen der Schweiz noch eingehalten werden, verschärfen Behörden und die EU die Richtwerte kontinuierlich, da bereits geringste Konzentrationen gesundheitliche Bedenken aufwerfen.
Welche gesundheitlichen Risiken bestehen?
Aufgrund ihrer Langlebigkeit reichern sich PFAS im menschlichen Gewebe an. Wissenschaftliche Studien bringen eine dauerhafte Aufnahme von PFAS mit verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Verbindung:
Beeinträchtigung des Immunsystems und verringerte Impfantworten
Erhöhte Cholesterinwerte
Schilddrüsenerkrankungen
Mögliche Auswirkungen auf das Geburtsgewicht und die Fruchtbarkeit
Wie lässt sich PFAS aus dem Trinkwasser entfernen?
Herkömmliche Gemeindewasserwerke stoßen bei der Filtrierung von PFAS oft an ihre Grenzen, da Standardfilter diese winzigen Moleküle nicht zurückhalten können. Um PFAS wirksam aus dem Wasser zu eliminieren, kommen primär zwei Verfahren infrage:
Aktivkohlefilterung: Spezielle, hochverdichtete Aktivkohleblöcke können organische Verbindungen wie PFAS an ihrer Oberfläche binden.
Umkehrosmose (RO): Membranverfahren, die Moleküle auf molekularer Ebene filtern und PFAS nahezu vollständig aus dem Leitungswasser entfernen.
Sauberes Wasser ohne Kompromisse
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